Viel Obst, viel Neues und ein Ehrengast

(vbe) Das genüssliche Angebot zur ordentlichen Mitgliederversammlung des Bremer Judo-Verbandes (BJV) war gut gewählt. Nicht nur Getränke, sondern auch Äpfel und Bananen haben für viel Aufmerksamkeit gesorgt. „Gesund und munter“ hieß das Motto, das Manfred Frischholz als Verbands-Vorsitzender den Teilnehmenden zum Start überbrachte. Und dazu gehörte natürlich auch der Veranstaltungsort im Konferenzraum der AOK Bremen/Bremerhaven, die sich bekanntlich mit dem Untertitel „Die Gesundheitskasse“ präsentiert. Ein passendes Motto, ein passender Ort und eine passende Kulisse an Vertreterinnen und Vertretern etlicher Vereine.

Mit dem Ablauf der Regularien beschäftigte sich die Versammlung nicht allzu lange, für viel mehr Aufmerksamkeit sorgte Manfred Frischholz, der mit voller Freude die Anwesenheit eines Gastes verkündete. Von einigen Mitwirkenden nicht unbedingt erkannt, hat sich Thomas Schynol als Präsident des Deutschen Judo-Bundes (DJB) auf den Weg nach Bremen gemacht, um auch hier ein Statement über die momentane Situation im DJB abgeben zu wollen. Das war die Überraschung pur. Thomas Schynol berichtete über die vielen Veränderungen und deren Fortschritte. „Wir wollen vom Sportverband zu einem modernen Unternehmen werden“, so die große Headline und auch zielgerichtete Leitlinie, die Schynol als wegweisend dem BJV präsentierte. Da gibt es allerdings noch viel zu tun und dabei wird im Unterbau noch viel passieren müssen. Dazu gehört u.a. die Digitalisierung im Passwesen wie auch das schon in Kraft getretene neue Graduierungssystem. Daneben soll Anfang Juli ein ebenso neues Prüfungssystem für Dan-Grade auf den Tisch gelegt werden. Außerdem stehen die Gestaltung und Weiterentwicklung der Bundes-Stützpunkte auf der Agenda; so auch die der Nordländer, die einer sogenannten Nord-Kooperation Stützpunkte anbieten oder nutzen können. Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen arbeiten intensiv miteinander und wollen optimale Bedingungen schaffen, um sich besser messen zu können sowie auch Wegstrecken zu mindern.

Vor diesen Ausführungen des DJB-Präsidenten konnten sich drei Judo-Akteure über eine Ehrung freuen. Frank Meyer wurde aufgrund seiner langjährigen Leistungen und Mitarbeit der 5. Dan-Grad verliehen und Artur Vartanjan „erkämpfte“ sich als erfolgreiches Mitglied im Bremer Judo-Team den 2. Dan-Grad. Für seine langjährige Kampfrichter-Tätigkeit auf Landes- und Gruppenebene sowie dem Engagement als BJV-Kampfrichter-Referent, erhielt Manfred Frischholz nunmehr die „Goldene Ehrennadel“ des Bremer Judo-Verbandes.

Im weiteren Verlauf der Versammlung gab Manfred Frischholz noch einmal einen kleinen Rückblick und erwähnte zusätzlich, dass der BJV nunmehr das Kinderschutz-Siegel durch den Landessportbund Bremen überreicht bekommen hat. Des Weiteren hat sich der BJV außerdem ein Care-System angeschafft. Nach Absegnung der fälligen Berichte des Vorstandes und der Referate bis hin zur Entlastung des Vorstandes, stehen das Vorstands-Trio mit Manfred Frischholz, Sven Antonik und Dirk Suhling sowie das gesamte Referenten-Team weiterhin zur Verfügung. Dennoch wurden zwei neue Köpfe für Vorstandsarbeiten gesucht. Für die Landeskassierung gab es keine Meldung, dafür aber eine für den Jugendbereich. Mit dem Sportsfreund Zaal Kuskivadse hat der BJV jetzt eine kommissarische Jugendleitung einsetzen können, die allerdings erst einen festen Sitz nach der Wahl durch das Jugendleiter-Gremium erhalten kann.

Nach gut drei Stunden informativem und interessantem Miteinander, verabschiedete der BJV-Vorsitzende die Versammlung und stellte dabei fest, dass sich der Obst-Anteil doch prima verringert hat und somit den Teilnehmenden ein gesunder Resttag bevorsteht.

 

 

DJB-Präsident Thomas Schynol (Mitte) freute sich gemeinsam mit Frank Meyer (links) und Artur Vartanjan über die Verleihung des 5. bzw. 2. Dan-Grad.