Ziel erreicht – ins letzte Schwarze getroffen

(vbe) Ende April konnte sich Dirk Suhling selbst ein Geburtstagsgeschenk machen. Nach den Kata-Modulen beim Deutschen Judo-Bund (DJB) in Köln, einem umfangreichen Theorievortrag vor großem Online-Publikum beim Niedersächsischen Judo-Verband (NJV) und dem DJB mit der praktischen Demonstration der Sutemi-waza, fehlte zuletzt nur noch der Nachweis der geforderten Hebel- und Würgetechniken, der nun erfolgreich zum Abschluss gebracht werden konnte. Damit vollendete Dirk seine Graduierung zum 5. Dan, die schließlich beim NJV erfolgte, da sein Heimatverein – die TuSG Ritterhude – bekanntlich Niedersachsen zugehörig ist.

Seit 45 Jahren steht der nun 51-Jährige auf der Matte und blickt auf eine vielseitige Judokarriere zurück. Bereits in seiner Jugend begann er als Trainer, blieb dieser Aufgabe stets treu und erwarb die Trainer-B-Lizenz. Er war Landeskampfrichter und später erfolgreicher Kata-Athlet im DJB-Kader. Neben seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender/Breitensport im Vorstand des Bremer Judo-Verbandes und Bremer Kata-Beauftragter, begleitet er im Nachbarbezirk des Niedersächsischen Landesverbandes die Funktionen als Bezirks-Kata-Referent und Dan-Prüfer.

Für den Familienvater sind Graduierungen vor allem ein Weg der eigenen Fortbildung – etwas, das bei vielen aktiven Trainern und Funktionären oft zu kurz kommt; nicht zuletzt aus Zeitgründen. Die neuen modularen Möglichkeiten der aktuellen Graduierungs-Ordnung boten ihm jedoch die nötige Flexibilität, um eine neue Kata zu erlernen, sein theoretisches und praktisches Wissen zu erweitern sowie seine Fähigkeiten auf der Matte weiter zu vertiefen.

Am Donnerstag vor dem langen Mai-Wochenende überzeugten sich die Prüfer um Hannes Schweser (7. Dan), Dennis Mennenga-Burkhardt (6. Dan) und Hartmut Schrage (5. Dan) in der über 100 Jahre alten historischen Sporthalle in Ritterhude von seiner Leistung und überreichten ihm direkt im Anschluss die Urkunde zur neuen Graduierung.

Damit erfüllte sich Dirk auch ein zwanzig Jahre altes, selbst gegebenes Versprechen, alle Dan-Graduierungen bis zum 5. Dan durch Prüfungen zu erreichen. Und der jüngste Ausblick: Vor zwanzig Jahren konnte eine Prüfung zum 6. Dan noch nicht angestrebt werden; nun ist es möglich . . . ob er diese Option nun nutzen möchte, ließ Dirk offen und freut sich erst einmal über seine bestandene Graduierung zum Go-Dan.