Sport, Spiel, Spannung

(vbe) Aus der tagfrühen Stille heraus tönt es plötzlich lautstark mit der Aufforderung „Sommer-Camp . . . aufstehen“. Das war das morgendliche Signal für über fünfzig Kinder und Jugendliche, die sich für drei Tage und zwei Nächte mitsamt Zelt und Sportzeug im Bremer Freibad Blumenthal niedergelassen haben. Zeit um mit Laufen, Werfen, Weitsprung, Schwimmen und natürlich Judo einen ordentlichen Punkteertrag im Gesamtergebnis zu bekommen. Aber auch weitere interessante Aktivposten wurden genutzt, die für schwungvolle Bewegungen oder kopfgeistige Anstrengungen sorgten.

Die Zeltstadt des Sommer-Camps hat Tradition und ist immer auf dem neuesten Stand der Camping-Welt.

Vor siebzehn Jahren startete die Judo-Abteilung der Freien Turner Blumenthal zum ersten Mal ein dreitägiges Zelt-Wochenende, das zurückblickend durch ansässige Vereine begleitet worden ist. Und so auch jüngst mit Beteiligung der Judosparten der Sportgemeinschaft Aumund-Vegesack und der Turn- und Sportgemeinschaft Ritterhude/Scharmbeckstotel, die gemeinsam mit den Blumenthaler Judokas heraus auch das zwölfköpfige Betreuer-Team bildeten.

Für beliebte Wasserspiele oder auch meisterliche Sprünge vom Drei-Meter-Brett waren alle zu begeistern.

Helfende Hände und Beine seitens der Eltern sorgten am Ankunftstag für den nötigen Zeltaufbau, während ihre Sprösslinge zunächst in der Sporthalle an der Lehmhorster Straße mit dem traditionellen Judotraining ordentlich ins Schwitzen kamen. Kaum beendet, ging es für die kleinen sowie großen Kämpferinnen und Kämpfer fußläufig mit dem Judogi bekleidet ins nahegelegene Freibad, um sich dort mit einem Sprung ins erfrischende Wasser zu erholen. Mit Einbruch der Dämmerung wurden schließlich der bis dahin eingetretene Hunger sowie die sich allmählich aufbauende Luftabkühlung mit leckerer Pizza und wärmenden Lagerfeuer aufgefangen.

Beim Schachspiel konnten sich die Akteure anstatt körperlich auch einmal verbal austauschen.

Der Folgetag war dem Schwimmen und sportlichen Dreikampf gewidmet. Außerdem gab es die Möglichkeit, das aktuelle Wochenende auf verschiedene Banner mit Pinsel und Farbe darzustellen. Die Abschlusszeremonie zum Abend bildeten das gemeinsame Grillen, Videos gucken oder Smalltalks am Lagerfeuer mit Stockbrot und Marshmallows.

Aus „Sommer-Camp“ wurde „Sommer-Cämp“ – orthografisch falsch, aber von allen Beteiligten einmal so gewollt – und das geht völlig in Ordnung.

Und Stunden später – sozusagen zum Sonnenaufgang – klang es wieder mit lautstarker Stimme „Sommer-Camp . . . aufstehen“. Das wurde zügig umgesetzt, denn nun gab es zum letzten Mal die Chance, sich im Wasser oder auf dem Feld auszutoben und bei dieser Gelegenheit auch liegengelassene Bekleidung einzusammeln. Für die abholenden Eltern galt allerdings: Was sie Tage zuvor aufgebaut haben, muss nun wieder abgebaut werden . . . war und ist ja auch wichtig.

Und zum Abschluss noch einmal ordentlich mit Sand und Wasser jonglieren.