(vbe) Auf der Bürgerweide zollte die Sonne für angenehme Wärme. Das sorgte auch für gute Stimmung beim International Judo-Masters Bremen in der Messehalle 6. Die 40. Auflage des weltweit bekannten U18/21-Nachwuchsturniers hat auch im Jubiläumsjahr wieder gut 750 Athleten aus 18 Nationen in die Hansestadt Bremen gelockt; darunter beispielsweise die immer wiederkehrenden Sportler aus Japan, Brasilien, Kanada, der Niederlande und natürlich auch Deutschland. „Wir haben wieder ordentlich geliefert, alles hat bestens funktioniert“, zieht Norbert Specker als Vater des überaus beliebten Turniers eine positive Bilanz dieser Veranstaltung. Unterstützt wurde Specker dabei aber auch durch viele weitere Köpfe, Hände und Beine.
Die auf acht Wettkampfflächen ausgerichtete Meisterschaft, hatte nach dem zweitägigen Durchlauf mit den Kämpfern aus Aserbaidschan auch einen Gesamtsieger. Mit sieben Goldmedaillen, fünfmal Silber und fünfzehn dritten Plätzen war das Team aus der einstigen Sowjetrepublik und heutigen selbstständigen Staat uneinholbar und verwies die Delegationen aus Deutschland (4,3,4) wie auch Japan (1,2,2) auf die nächsten Plätze.
Zufriedenstellend über die Leistungen ihrer Schützlinge äußerten sich auch die beiden anwesenden DJB-Bundestrainer Juan Ignacio Cuneo (U18) und Melek Melke für die U21. Besonders freuten sie sich über den runden und problemlosen Turnierablauf.
Neben den Judokas aus nah und fern, starteten auch vier Wettkämpfer aus dem Bremer Judo-Verband. Ishan Dzhemaldinov (bis 73 kg; Judoschule Kano Bremerhaven) hatte als frischgebackener Deutscher U18-Meister einen guten Start mit vier nacheinander folgenden Siegen. Doch scheiterte der 16-jährige Ausnahmeathlet im weiteren Verlauf und sicherte sich damit zumindest den siebten Platz. Roman Spomer (Bremen 1860), in der U21 bis 73 Kilogramm startend wie auch die beiden für den JC Asahi Bremen angetretenen Artur Artemenko (bis 100 kg) sowie Maciej Kalinowski (über 100 Kilogramm) konnten sich bis in die Vorrunde vorkämpfen, verloren aber ihre folgenden Vergleiche und schieden aus.
Das traditionell nach der Veranstaltung wiederum in der Messehalle 6 angesetzte dreitägige Trainings-Camp, lockte auch dieses Mal wieder knapp fünfhundert Teilnehmende auf die Tatamis. Trotz der an den Vortagen gebotenen enormen Leistungen, versprühten die Athleten erneut Ehrgeiz und hinterließen ordentlich Schweiß auf den zuvor noch trockenen Matten.

