Bei den Deutschen Polizei-Meisterschaften ordentlich abgesahnt

So ganz in zivil kann sich die Bremer Delegation auch sehen lassen; von links Frank Meyer, Christina Biese, Kristin Gärner, Jana Buschermöhle, Maurice Lapuse und Svenja Seelen.

Bremer Ensemble erreichte neben Edelmetall auch einen siebten Platz in der Länderwertung

(vbe) In großer Erwartung reiste Ende September eine gemischte Fünfergruppe mit ihrem Betreuer Frank Meyer zu den Deutschen Polizei-Meisterschaften nach Mainz. Mit Christina Biese, Jana Buschermöhle, Kristin Gärner, Svenja Seelen und Maurice Lapuse als Bremer Judogrößen, konnte mehrmals die Bremer Speckflagge hochgezogen werden. In der Endabrechnung gab es zweimal Silber und einmal Bronze wie auch einen fünften Platz. Daneben sammelten die Bremer viele Punkte in der Länderwertung und katapultierten sich damit auf einen erstmals erreichten siebten Rang. Vielleicht wäre eine bessere
Platzierung möglich gewesen, aber aufgrund von Verletzungen sowie dienstlichen Einsätzen konnte das Bremer Team anstatt wie geplant mit elf Akteuren nur noch zu fünft an den Start gehen. Das trübte aber nicht den Einsatzwillen. Im Gegenteil: Die gute Vorbereitung in ihren Heimatvereinen OT Bremen, TV Eiche-Horn und Enjoy Judo machte sich von Anfang an bemerkbar.

 

Den ersten Wettkampftag gestaltete Svenja Seelen mit schnellen Siegen über die Vertreterinnen aus Bayern, Hessen und Brandenburg, bevor sie sich erst im Finale der starken Regina Znanewitz aus Nordrhein-Westfalen beugen musste. Für eine weitere Silbermedaille sorgte Jana Buschermöhle in der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm. Mit vorzeitigen Siegen in der Vorrunde wie auch im Halbfinale, wartete im Finale mit Barbara Bandel als amtierende Polizei-Europameisterin und Titelverteidiger keine Unbekannte auf die Bremerin. Beide Amazonen schenkten sich nichts. Lediglich durch einige Strafpunkte, die sich Jana Buschermöhle einhandelte, wurde diese Begegnung am Ende zugunsten der Rheinland-Pfälzerin gewertet. Zum Abschluss des ersten Tages lieferte auch Christina Biese eine souveräne Leistung ab, die nach schnellen Erfolgen erst im Kampf um Bronze die Segel streichen und sich mit einem fünften Rang zufrieden geben musste. Als letzte Starterin hatte Kristin Gärner weniger Glück. In der am stärksten besetzten Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm war für die Bremer Vertreterin, die nach einer frischen Knie-Operation noch nicht wieder ihre alte Form demonstrieren konnte, keine vordere Platzierung möglich.

 

Mit Maurice Lapuse als einzigen männlichen Vertreter, konnte die Bremen-Delegation auch den Titelverteidiger in der Klasse bis 60 Kilogramm auf die Tatami schicken. Die erste Begegnung gegen den deutschen Vizemeister noch verloren, wurde der zweite Durchgang erfolgreicher und sorgte für den Einzug ins Halbfinale. Dort wartete bereits Martin Müller aus Sachsen, der dem Bremer einiges Kopfzerbrechen bereitete. Am Ende blieb für den beherzt auftretenden Maurice Lapuse trotzdem noch die Bronzemedaille.

Insgesamt starteten bei dieser Meisterschaft in Mainz, die erstmals nach langer Auszeit wieder ausgerichtet worden ist, 150 Athletinnen und Athleten aus der Bundespolizei sowie fünfzehn teilnehmende Länderpolizeien.

Unter der Bremer Speckflagge ebenso freudestrahlende Gesichter; von links Jana Buschermöhle, Christina Biese, Kristin Gärner, Svenja Seelen und Maurice Lapuse.